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Kadyrow seit 17 Tagen nicht in der Öffentlichkeit

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Ramzan Kadyrov
Head of the Chechen Republic Ramzan Kadyrov. Credit: kremlinru

Magomed Daudow führt derzeit die Geschäfte in Tschetschenien

Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow ist erneut seit mehr als zwei Wochen nicht in der Öffentlichkeit erschienen. Zuletzt wurde er am 27. Februar gesehen, als er gemeinsam mit dem Duma-Abgeordneten Adam Delimchanow und anderen Vertretern der tschetschenischen Führung zum Beginn des Ramadan in einer Moschee in Grosny betete.

Während Kadyrows Abwesenheit wurde der Vorsitzende der tschetschenischen Regierung, Magomed Daudow, zum amtierenden Oberhaupt der Republik ernannt. Daudow, der auch unter dem Spitznamen „Lord“ bekannt ist, gilt als einer der wahrscheinlichsten Nachfolger Kadyrows. Quellen berichteten in der vergangenen Woche, dass der Kreml auf „Lord“ als möglichen Erben Ramsan Kadyrows setzt. Demnach könnte Daudow künftig die Führung in Tschetschenien übernehmen und zugleich als Garant für die Interessen der Familie Kadyrow gelten. Gerüchten zufolge soll Daudow bereits begonnen haben, sein eigenes Team zu stärken.

Derzeit unterzeichnet Daudow alle offiziellen Dokumente. So erklärte er beispielsweise am 10. März per Erlass des Oberhaupts der Republik den 19., 20. und 21. März zu Feiertagen in Tschetschenien anlässlich des Festes Eid al-Fitr.

Kadyrow verschwand bereits früher aus der Öffentlichkeit

Kadyrow ist bereits mehrfach über längere Zeiträume aus der Öffentlichkeit verschwunden. In den Jahren 2023 und 2024 nahm der tschetschenische Staatschef nicht an der jährlichen Ansprache des Präsidenten vor der Föderationsversammlung teil. Im Januar 2025 erschien er mindestens 18 Tage lang nicht öffentlich.

Die nächsten Wahlen zum Oberhaupt Tschetscheniens sind für September 2026 geplant. Im Februar bat „Lord“ Kadyrow, für eine fünfte Amtszeit zu kandidieren. Kadyrow ist der dienstälteste regionale Regierungschef Russlands und bekleidet das Amt seit 2007. Als Reaktion auf Daudows Bitte erklärte er, er werde erneut kandidieren, sofern Präsident Wladimir Putin diese Entscheidung unterstützt.

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