Chevron-CEO Mike Wirth erklärte, dass der Krieg zwischen den USA und Iran die globalen Ölmärkte stärker belastet habe als der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Selbst wenn die Straße von Hormus bald vollständig wieder geöffnet werde, werde es Zeit brauchen, die Lieferketten, Bestände und Logistik wiederherzustellen.
Auf der CERAWeek-Konferenz von S&P Global in Houston sagte Wirth, dass derzeit erhebliche Mengen an Öl und Gas den Markt nicht erreichen. Das Problem liege nicht nur in der Unterbrechung selbst, sondern auch darin, dass physische Lieferketten nicht sofort wieder funktionieren. Selbst nach der Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Straße von Hormus werde es Zeit benötigen, die Bestände an den richtigen Rohölsorten und Kraftstofftypen wieder aufzubauen.
Laut Wirth haben Irans Angriffe auf Öltanker und die allgemeinen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten den Öl- und Gasmärkten mehr Schaden zugefügt als der Russland-Ukraine-Krieg. Besonders spürbar seien die Folgen in Asien, wo die Vorräte an Diesel und Flugkraftstoff zurückgehen. Zudem habe der Konflikt Lieferungen von LNG, Düngemitteln und anderen energiebezogenen Produkten verzögert.
Eine zusätzliche Schwierigkeit bestehe darin, das volle Ausmaß der Schäden zu bewerten. Es sei unklar, wie viel Produktion stillgelegt wurde und wie stark einzelne Anlagen beschädigt seien, so Wirth.
Auf derselben Konferenz erklärte US-Energieminister Chris Wright gegenüber Führungskräften der Ölindustrie, dass er die Störungen der globalen Öl- und Gasströme für vorübergehend halte, und forderte die Unternehmen zugleich auf, die Produktion zu erhöhen. Wie Wright es formulierte, senden die Märkte ein klares Signal: steigende Preise fordern diejenigen, die mehr produzieren können, dazu auf, dies auch zu tun.
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