Heute: Juni 27, 2026
Suchen
РусскийEnglish

Chevron-Chef: Krieg zwischen den USA und Iran hat die Ölmärkte stärker getroffen als der Ukraine-Konflikt

1 Minute Lesezeit
Chevron-Chef Mike Wirth
Chevron-Chef Mike Wirth im Jahr 2021. | Patrick Fallon/AFP/Getty Images via Politico

Chevron-CEO Mike Wirth erklärte, dass der Krieg zwischen den USA und Iran die globalen Ölmärkte stärker belastet habe als der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Selbst wenn die Straße von Hormus bald vollständig wieder geöffnet werde, werde es Zeit brauchen, die Lieferketten, Bestände und Logistik wiederherzustellen.

Auf der CERAWeek-Konferenz von S&P Global in Houston sagte Wirth, dass derzeit erhebliche Mengen an Öl und Gas den Markt nicht erreichen. Das Problem liege nicht nur in der Unterbrechung selbst, sondern auch darin, dass physische Lieferketten nicht sofort wieder funktionieren. Selbst nach der Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Straße von Hormus werde es Zeit benötigen, die Bestände an den richtigen Rohölsorten und Kraftstofftypen wieder aufzubauen.

Laut Wirth haben Irans Angriffe auf Öltanker und die allgemeinen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten den Öl- und Gasmärkten mehr Schaden zugefügt als der Russland-Ukraine-Krieg. Besonders spürbar seien die Folgen in Asien, wo die Vorräte an Diesel und Flugkraftstoff zurückgehen. Zudem habe der Konflikt Lieferungen von LNG, Düngemitteln und anderen energiebezogenen Produkten verzögert.

Eine zusätzliche Schwierigkeit bestehe darin, das volle Ausmaß der Schäden zu bewerten. Es sei unklar, wie viel Produktion stillgelegt wurde und wie stark einzelne Anlagen beschädigt seien, so Wirth.

Auf derselben Konferenz erklärte US-Energieminister Chris Wright gegenüber Führungskräften der Ölindustrie, dass er die Störungen der globalen Öl- und Gasströme für vorübergehend halte, und forderte die Unternehmen zugleich auf, die Produktion zu erhöhen. Wie Wright es formulierte, senden die Märkte ein klares Signal: steigende Preise fordern diejenigen, die mehr produzieren können, dazu auf, dies auch zu tun.


Dieser Artikel wurde auf Grundlage von bei Politico veröffentlichten Informationen erstellt. Der vorliegende Text stellt eine eigenständige Bearbeitung und Interpretation dar und erhebt keinen Anspruch auf die Urheberschaft der ursprünglichen Inhalte.

Das Originalmaterial ist unter folgendem Link einsehbar: Politico.
Alle Rechte an den ursprünglichen Texten liegen bei Politico.

Werbung

Don't Miss

im Persischen Golf

Ölpreis kehrt auf Vorkriegsniveau zurück, während der Markt auf wiederhergestellte Lieferungen aus dem Golf setzt

Am Donnerstag fiel die internationale Referenzsorte Brent um rund 1,8 Prozent auf etwa 72,40 Dollar je Barrel. Damit lag der Preis unter der Marke von 72,48 Dollar, die Ende Februar — am Vorabend der amerikanischen und israelischen Angriffe auf Iran — verzeichnet worden war.

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff

Drohnenangriffe erschüttern Moskaus Illusion der Normalität

Anders als in den Regionen kann eine erhöhte Nervosität in Moskau die Arbeit sowohl privater als auch staatlicher Strukturen destabilisieren.