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In Russland verschiebt sich etwas

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Russische Soldaten nehmen
Russische Soldaten nehmen am 4. Mai 2026 in Moskau an einer Probe für die Militärparade zum Tag des Sieges teil, die an den Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. REUTERS/Yulia Morozova

Jüngste Entwicklungen in Russland deuten darauf hin, dass das System zunehmend Schwierigkeiten hat, mit dem wachsenden Druck umzugehen. Dazu gehören zunehmende innenpolitische Spannungen, Manöver hinter den Kulissen innerhalb der Eliten, Gerüchte über einen Staatsstreich, ein strengerer und reaktiverer Kontrollapparat, die Angst vor dem Verlust dieser Kontrolle sowie die wachsende Verwundbarkeit gegenüber ukrainischen Angriffen und Attentaten. All dies geschieht vor einem sich verschlechternden außenpolitischen Hintergrund: einem destabilisierten Nahen Osten und einer festgefahrenen Lage um Iran, einem abgelenkten Trump und einem stärker militarisierten Europa — auch mit Blick auf nukleare Fragen.

Zum ersten Mal seit Jahren des Krieges könnte sich etwas verändern. Der Druck hat einen Punkt erreicht, an dem zu viele Akteure innerhalb Russlands mit einer neuen Realität konfrontiert sind: Der Status quo beginnt, ihre eigene Stellung zu bedrohen. Wenn sich nichts ändert, wird das Überleben schwierig, wenn nicht unmöglich.

Bis vor kurzem gingen viele davon aus, dass Putin einen Plan habe — selbst wenn dieser nur darin bestand, den Krieg weiterzuführen. Nun wachsen die Zweifel, ob ein solcher Plan überhaupt existiert. Und selbst wenn es ihn gibt, könnte er für einige den politischen oder physischen Ruin bedeuten. Ironischerweise ist Putin, nachdem er jahrelang gegenüber dem Westen und teilweise auch gegenüber der Ukraine eine Strategie des „Abwartens“ verfolgt hatte, nun selbst zum Objekt einer ähnlichen Haltung der Amerikaner geworden — eine unbequeme Position für Russland.

In Russland wächst das Gefühl, dass das gegenwärtige Regierungssystem zu schädlich wird und sich zunehmend selbst blockiert. Die Toleranz gegenüber dem Status quo nimmt ab. Allerdings interpretieren verschiedene Akteure diesen Wandel auf gegensätzliche Weise, während Putin offenbar entweder nicht in der Lage oder nicht bereit ist, seine Politik neu zu überdenken.


Das auf dieser Website veröffentlichte Material basiert auf einem Beitrag von Tatiana Stanovaya auf der Social-Media-Plattform X. Briefly ist nicht der Autor der ursprünglichen Erklärung und gibt deren Inhalt in russischer Übersetzung ausschließlich zu Informationszwecken wieder.

Wir bemühen uns, die Genauigkeit der Formulierungen und den allgemeinen Sinn der Originalveröffentlichung zu bewahren; die Übersetzung kann jedoch redaktionelle Anpassungen enthalten. Alle im Text enthaltenen Einschätzungen, Behauptungen und Vorwürfe gehören der Autorin der Originalveröffentlichung und spiegeln nicht die redaktionelle Position von Briefly wider.

Bei Fragen oder Anmerkungen zum Inhalt können Sie sich an uns oder an die Autorin der Originalveröffentlichung wenden.

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