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Schweizer Bank setzt вновь auf Gold und erwartet 6.000 Dollar je Unze

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Photo: Bloomberg

Die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) kehrt zum Kauf von Gold zurück, nachdem sie zuvor ihre Bestände im Zuge eines durch den Iran-Krieg ausgelösten Marktrückgangs deutlich reduziert hatte. Trotz der jüngsten Volatilität bleibt die Bank überzeugt, dass die langfristigen Aussichten für das Edelmetall intakt sind.

Rückkehr in den Markt nach dem Ausverkauf

Wie Bloomberg berichtet, erhöht UBP schrittweise den Goldanteil in den Portfolios ihrer Kunden. Zuvor hatte die Bank ihre Allokation von rund 10 % auf 3 % reduziert. Inzwischen wurde der Anteil wieder auf etwa 6 % aufgebaut und soll weiter steigen.

„Wir haben die ersten Schritte unternommen, um die Goldportfolios nach dem Abbau einseitiger Positionen wieder aufzubauen“, sagte Paras Gupta, Leiter des diskretionären Portfoliomanagements in Asien.

Er fügte hinzu, dass sich das Gleichgewicht zwischen institutionellen und privaten Anlegern nach der Verkaufswelle deutlich stabilisiert habe.

Warum Gold gefallen ist

Der jüngste Rückgang des Goldpreises ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

  • Erwartungen steigender Zinsen;
  • Liquiditätsengpässe an den Finanzmärkten;
  • erzwungene Verkäufe durch Investoren zur Deckung von Verlusten in anderen Anlageklassen.

Auch steigende Energiepreise erhöhten den Druck, da sie Inflationsrisiken verstärken.

„Das Inflationsrisiko zeigt sich derzeit schneller als erwartet“, erklärte Gupta.

Prognose: 6.000 Dollar bis Jahresende

Trotz kurzfristiger Schwankungen bleibt UBP optimistisch. Die Bank erwartet, dass der Goldpreis bis zum Jahresende 6.000 Dollar je Unze erreichen könnte.

Diese Einschätzung basiert auf strukturellen Faktoren:

  • anhaltend starke Nachfrage durch Zentralbanken;
  • steigende globale Haushaltsdefizite;
  • fortbestehende geopolitische Spannungen.

Markteinschätzung deckt sich

Die Position von UBP ist kein Einzelfall. Laut Bloomberg teilen mehrere große Investmentbanken den positiven langfristigen Ausblick für Gold.

Insbesondere Goldman Sachs und ANZ Banking Group haben ihre Erwartungen steigender Goldpreise trotz der jüngsten Korrektur bekräftigt.

Anleger kehren zurück

Nach dem Ausverkauf im März nimmt das Interesse an Gold wieder zu. Im April erhöhten goldgedeckte ETFs weltweit ihre Bestände um rund 20 Tonnen – der erste nennenswerte Zufluss nach dem größten monatlichen Abfluss seit fünf Jahren.

UBP betont jedoch, dass weitere Käufe von größerer geopolitischer Klarheit abhängen.

„Zusätzliche Investitionen erfordern deutlich mehr Klarheit darüber, wie sich die globalen Ereignisse entwickeln werden. Diese Klarheit fehlt derzeit“, sagte Gupta.

Unsicherheit bleibt der entscheidende Faktor

Die jüngsten Entwicklungen – darunter ergebnislose Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie Drohungen, die Straße von Hormus zu blockieren – haben die Unsicherheit weiter verstärkt.

Nach Ansicht von Analysten wird именно dieser Faktor in den kommenden Monaten die Dynamik des Goldmarktes bestimmen – im Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Druck und langfristigem Wachstum.


Dieser Artikel wurde auf Grundlage von bei Bloomberg veröffentlichten Informationen erstellt. Der vorliegende Text stellt eine eigenständige Bearbeitung und Interpretation dar und erhebt keinen Anspruch auf die Urheberschaft der ursprünglichen Inhalte.

Das Originalmaterial ist unter folgendem Link einsehbar: Bloomberg.
Alle Rechte an den ursprünglichen Texten liegen bei Bloomberg.

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