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Putin könnte kurz nach Trumps Reise Peking besuchen

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Wladimir Putin und Xi Jinping
Wladimir Putin (rechts) und Xi Jinping im Kreml im vergangenen Jahr. Foto: Evgenia Novozhenina/AFP/Getty Images via Bloomberg

Der russische Präsident Wladimir Putin könnte am 20. Mai nach Peking reisen — nur wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in der chinesischen Hauptstadt. Bloomberg berichtete unter Berufung auf die South China Morning Post über die mögliche Reise und verwies dabei auf Quellen, die mit den Vorbereitungen vertraut sind.

Dem Bericht zufolge dürfte Putins Besuch nur einen Tag dauern und voraussichtlich keine groß angelegten Zeremonien oder eine Parade umfassen. Er wird eher als Teil des regelmäßigen politischen Dialogs zwischen Moskau und Peking betrachtet und nicht als eigenständiges, demonstratives Großereignis. Weder das chinesische Außenministerium noch der Kreml haben das Datum bisher offiziell bestätigt.

Sollte der Besuch stattfinden, wäre es Putins erste Auslandsreise in diesem Jahr und ein weiteres Signal für die enge Abstimmung zwischen Russland und China. Für Moskau bleibt Peking ein wichtiger politischer und wirtschaftlicher Partner, während Russland wegen seines Krieges gegen die Ukraine weiterhin westlichen Sanktionen ausgesetzt ist. In den vergangenen Jahren ist China zu einem der wichtigsten Käufer russischen Öls und zu einem bedeutenden Lieferanten von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck geworden.

Auch für China haben die Beziehungen zu Russland strategische Bedeutung. Beide Länder betrachten einander als Partner in einer breiteren Herausforderung der von den USA geführten Weltordnung. Zugleich könnte ein Putin-Besuch kurz nach dem Treffen von Xi Jinping mit Trump Pekings Bemühen unterstreichen, ein Gleichgewicht zwischen dem Dialog mit Washington und der Vertiefung der Beziehungen zu Moskau zu wahren.

Putin hatte zuvor erklärt, Russland und China seien „im Prinzip“ nahe daran, einen ernsthaften Fortschritt in der Zusammenarbeit im Öl- und Gassektor zu erzielen. Zudem sagte er, er wolle mit Xi auch über Kernenergie sprechen. Bloomberg zufolge könnte Energie zu einem der zentralen Themen der russisch-chinesischen Kontakte werden, da Moskau zunehmend von asiatischen Märkten abhängig wird.


Dieser Artikel wurde auf Grundlage von bei Bloomberg veröffentlichten Informationen erstellt. Der vorliegende Text stellt eine eigenständige Bearbeitung und Interpretation dar und erhebt keinen Anspruch auf die Urheberschaft der ursprünglichen Inhalte.

Das Originalmaterial ist unter folgendem Link einsehbar: Bloomberg.
Alle Rechte an den ursprünglichen Texten liegen bei Bloomberg.

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